Die Elf vom Niederrhein

Bagno Fohlen in der „Ewigen Stadt“


Als sich unsere Borussia fĂŒr das 16-tel Finale qualifiziert hat war fĂŒr uns sofort klar, wir fahren zum AuswĂ€rtsspiel, egal wohin! Bei der Auslosung im Dezember bekamen wir mit „Lazio Rom“ einen sehr namenhaften Gegner der Serie A aus Italien zugelost. Wir waren schon ein bisschen froh, dass es im Winter Richtung SĂŒden ging und nicht Richtung Osten. Also los : Flug und Hotel buchen, dann das lange Warten bis es endlich losgeht. Am 21. Februar um 9 Uhr morgens soll unser Flug gehen. Doch dann am Abend vorher, die Horrormeldung: In DĂŒsseldorf wird morgen gestreikt!!!! Über 80 FlĂŒge gestrichen. Aber unser Flug sollte immer noch starten. Es wird aber mit langen Wartezeiten an den Schaltern gerechnet. Dann mĂŒssen wir wohl viel frĂŒher los. Also nicht ausschlafen sondern nachts um 1 Uhr los und den Rest der Nacht auf dem Flughafen verbracht. Es lief dann Gott sei Dank alles reibungslos und wir konnten pĂŒnktlich starten. Das Spiel war gerettet.
Viele der 10.000 mitgereisten Borussen waren schon tags vorher angereist und machten Rom zu einer schwarz-grĂŒn-weißen Partymeile. Der Treffpunkt aller Borussen war die spanische Treppe, wo sich am Nachmittag auch eine Delegation von Borussia blicken ließ. Hierzu ein Bericht in der rheinischen Post.
Dann ging es zum Olympiastadion. Dem historischen Ort an dem Deutschland 1990 Weltmeister wurde. Und wieder war alles in unseren Farben gehĂŒllt. Das kannten die Römer bis dahin nicht, dass so viele GĂ€stefans in Ihrem Stadion waren. In der Kurve herrschte eine geniale Stimmung. Doch leider ĂŒbertrug sich dies nicht auf unser Team. Sie fanden zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel. Und so mussten wir uns am Ende mit 0:2 geschlagen geben, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Selbst eine Stunde nach dem Spiel kam unsere Mannschaft noch mal zur Kurve und wurde von den Fans frenetisch gefeiert. Nach 16 Jahren Abstinenz auf europĂ€ischer BĂŒhne hatte sich Borussia beeindrucken zurĂŒckgemeldet.
Jetzt galt fĂŒr uns auch, nach der Niederlage nicht die Köpfe hĂ€ngen zu lassen und die nĂ€chsten Tage in Rom zu nutzen. Hier gibt es ja eine Menge SehenswĂŒrdigkeiten zu bestaunen, wie z.B. die spanische Treppe, das Panteon, das Coloseum aber natĂŒrlich auch der Vatikan wo unser Benedikt in den nĂ€chsten Tagen zurĂŒcktreten will. Leider hatten wir selten mit dem Wetter GlĂŒck. Es regnete doch sehr viel. Was macht man bei Regen? Ab in die Kneipen!!! Die haben nĂ€mlich alle ein Dach. Perfekt! So kam wĂ€hrend des ganzen Aufenthalts keine Langeweile auf. Erst recht nicht als wir Freitagabends in allen Kneipen haufenweise walisische Rugbyfans trafen. Wir hörten nur „ Stadion, LĂ€nderspiel“. Na das ist ja was fĂŒr uns. Also Samstagnachmittag wieder ins Stadion zum Rugby LĂ€nderspiel „ Italien gegen Wales“ Es war interessant, aber auch nach 80 Minuten hatten wir die Regeln noch immer nicht verstanden. Gut das wir unseren Fußball haben.
Am Sonntag ging dann der Flieger Richtung Heimat. Noch einen kleinen Schlenker zum Borussia Park. Wir hatten ja schließlich noch ein Heimspiel gegen Dortmund. Dann aber endlich nach Hause um die Strapazen aus den Knochen zu schĂŒtteln.
In einem Punkt waren wir uns alle einig: Borussia muss wieder nach Europa, wir wollen wieder nach Europa!!!!!!!

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